Wissenswertes, Tipps und Hilfe

Feline Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze)

Feline Hyperthyreose bei der KatzeWährend Hunde darunter leiden, dass ihre Schilddrüse im Laufe der Zeit an Aktivität verliert, ist es bei der Katze umgekehrt: Sie leidet häufig darunter, dass sich die Zellen der Schilddrüse mit zunehmendem Alter vermehren und so für eine Überproduktion des Hormons Thyroxin sorgen. Wird das Blut jedoch mit zu viel Thyroxin überschwemmt, läuft der Körper ständig auf Hochtouren – die Katze wirkt schreckhaft und nervös und frisst manchmal so viel und so hastig, dass sie anschließend erbrechen muss. Oft leidet sie auch unter Durchfällen und anderen Problemen.

Wie kommt es zur Schilddrüsenüberfunktion?

Eine echte Ursache der Hyperthyreose konnte bislang noch nicht gefunden werden. Überhaupt ist das Krankheitsbild eher jung, denn Feline Hyperthyreose wurde erst 1980 zum ersten Mal offziell diagnostiziert. Unklar ist dabei, ob die Krankheit einfach früher nicht als solche erkannt wurde, oder ob die Zunahme der Hyperthyreose auf die steigende Lebenserwartung der Hauskatzen zurück zu führen ist, denn meist sind ältere Katzen davon betroffen.

Manche vermuten auch die moderne Katzenhaltung als Auslöser: So lebten Katzen früher fast ausschließlich im Freien und ernährten sich vor allem von selbstgefangener Beute. Moderne Hauskatzen leben jedoch immer häufiger in reiner Wohnungshaltung und werden durch Fertigfutter ernährt.

Wissenschaftlich erwiesen ist lediglich die Tatsache, dass bei der Schilddrüsenüberfunktion Zellen außer Kontrolle geraten sind und zu viele Hormone produzieren, die dann in den Blutkreislauf gelangen. In etwa 95% der Fälle handelt es sich bei den veränderten Zellen um einen gutartigen Tumor, der gut behandelt werden kann. Nur in wenigen Fällen wird ein bösartiger Tumor – das sogenannte Schilddrüsenkarzinom – diagnostiziert.

Die Symptome der Felinen Hyperthyreose

Katze beimTierarztWie bei vielen tierischen Erkrankungen fällt die Diagnose den Besitzern zumeist schwer. Da die Schilddrüsenüberfunktion vor allem ältere Katzen betrifft, sollten Katzenbesitzer etwa ab dem achten Lebensjahr auf Symptome achten. Die Rasse spielt dabei ebenso wenig eine Rolle wie das Geschlecht. Wichtig ist, dass Merkmale wie Gewichtsverlust oder ungepflegtes mattes Fell nicht auf die natürliche Alterung geschoben sondern als Symptome erkannt werden.

Ein weiteres wichtiges Symptom ist eine gesteigerte Fresslust, die oft mit Erbrechen oder Durchfall einhergeht, und die trotzdem eher zu Gewichtsverlust als zur Gewichtszunahme führt. Viele Katzen neigen zur Hyperaktivität, sind ruhelos und aggressiv, nur um dann schnell zu ermüden. Vielfach lässt sich ein schnellerer Herzschlag und schnellerer Atem beobachten.  Oft lässt sich am Hals die vergrößerte Schilddrüse mit der Hand ertasten. Spätestens dann ist es Zeit, den Tierarzt aufzusuchen.

Die Diagnose

Der Tierarzt wird die Katze zunächst abtasten um die vergrößerte Schilddrüse zu spüren. Dann wird bei einer Blutuntersuchung der Wert des Hormons Thyroxin geprüft, der bei einer Schilddrüsenüberfunktion deutlich erhöht ist.

Einen Kommentar verfassen